Die erste Bauphase

Das Hauptgebäude der Weizenmühle Knauthain steht auf einem ca. 8.000 qm großen Teilgrundstück mit angrenzendem Bachlauf.

Die bauliche Substanz des 1908/1909 entstandenen Bauwerks war weit besser, als eingeschlagene Scheiben und hängende Fensterflügel zunächst von außen vermuten ließen. Nicht nur das Mauerwerk, auch die tragende Konstruktion (Säulen und Balken) wurden von Experten als sehr gut beurteilt. Schadstoffbelastungen – bei alten Industriebauten oft ein Problem – wurden nicht entdeckt.

Sechs Parteien realisierten in einer dem Leipziger Selbstnutzermodell nachempfundenen Bauherrengemeimeinschaft individuelle Lofts, drei davon als Maisonettes über zwei Etagen (eine davon zuzügl. Turm). Die meisten Parteien bewohnen ihre Wohnungen selbst. Nach Fertigstellung wurde das Projekt mit einem Denkmalschutzpreis ausgezeichnet.

Die Verwaltervilla wurde 1890 von Heinrich Franz Pauli, dem damaligen Inhaber der Knauthainer Kunstmühle, errichtet. 

Die Villa blieb getreu ihrer historischen Funktion erhalten.
Die Sanierung des Gebäudes ist ebenfalls abgeschlossen.

Die Neubauvilla entstand auf dem Standort einer baufälligen, nicht sanierungsfähigen Scheune. Sie ist in gleichen Abmessungen und Lage wie die Scheune errichtet worden, um die Verteilung der Baukörper auf dem Hofensemble zu erhalten.