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Ein gewachsenes Dorf

Die attraktive Landschaft machte die Region schon vor mehr als 100 Jahren zum beliebten Wohn- und Erholungsstandort für die wohlhabende Oberschicht der Stadt Leipzig. Prächtige Herrenhäuser, Kirchen und Schlösser künden vom einstigen Wohlstand der Städte und Dörfer im Süden der Stadt.

Die 1873 in Betrieb genommene Bahnlinie Leipzig/Zeitz hat mit dem Bahnhof Knauthain erheblich zum Aufschwung des Dorfes beigetragen.

1936 wird Knauthain nach Leipzig eingemeindet und zählt ca. 1000 Einwohner. Zu dieser Zeit boten der Elsterstausee und das benachbarte Fortunabad hohen Freizeitwert – so wie der Cospudener See heute.

Im Bereich zwischen Borna und Leipzig prägt seit Beginn des 20. Jahrhunderts der größflächige Braunkohlenbergbau die Landschaft. 40% der Fläche ist durch den Bergbau in Anspruch genommen worden, 70 Orte mußten der Braunkohle weichen, ca. 24.000 Menschen wurden umgesiedelt. Bis 1989/90 existierten im Landkreis 16 Brikettfabriken, 8 Tagebaue und 6 Kraftwerke.

Nach 1989/90 wurde die Braunkohlenwirtschaft auf ein Minimum reduziert. Der Schwerpunkt liegt seitdem in der nachhaltigen Gestaltung der Bergbaufolgelandschaft mit ihren zahlreichen Seen und in der Ansiedlung moderner und „klassischer” Industrie.